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Viele Hoffnungen und Erwartungen ruhten auf dem World Cup, der in diesem Jahr über Ostern in Hamburg auf Kampnagel ausgetragen wurde. Fast zwei Jahre hatte das Organisationsteam mit den Vorbereitungen verbracht. Der hohe Aufwand hat sich gelohnt.

Rund 1.000 Gäste von allen Kontinenten kamen als Aktive, Offizielle oder Zuschauer in die Hansestadt. Und zusätzlich wollten sich mehrere Tausend einheimische Freunde des Tischfußballsports dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Sie füllten die Zuschauerränge in den diversen Hallen.

Die deutschen Sportler räumten insgesamt 17 Medaillen ab. Für die fünf goldenen Höhepunkte sorgte dabei durchgehend der Nachwuchs. In den erstmals ausgerichteten Speedball- und Classic-Disziplinen siegten die Junioren-Doppel Maurice Klass / Kevin Schulz sowie Nico Wohlgemuth / Marc Stoffel. Dem 20-jährigen Thomas Haas gelang die Sensation. Er holte sich als erster deutscher Aktiver den WM-Einzeltitel bei den Herren. Das gleiche Kunststück schaffte Marvin Velasco, der noch als Junior zählt. An der Seite seines routinierten Partners Jörg Harms holte er Gold. Damit gehen die beiden als erste deutsche Weltmeister im Herren-Doppel in die Geschichte ein.

Bei den fünf am World Cup teilnehmenden Nationalteams fällt die Bilanz gemischt aus. Die Herren verabschiedeten sich nach einer durchwachsenen Vorrunde im Viertelfinale gegen Luxemburg und müssen weiterhin vom ersten Mannschaftsgold träumen. Das gleiche Schicksal ereilte die ehemals erfolgsverwöhnten Damen, die gegen die Schweiz verloren und beim zweiten World Cup in Folge ohne Medaillengewinn blieben. Hier gilt es für die Verantwortlichen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Weichen für eine erfolgreichere Zukunft zu stellen.

Die Senioren mussten sich der Übermacht der USA im Halbfinale beugen und sicherten sich im kleinen Finale gegen Großbritannien Bronze. Noch besser machten es die Rollstuhlfahrer, die im Halbfinale gegen Italien ersatzgeschwächt zu großer Form aufliefen und in das Finale einzogen. Dort unterlagen sie den favorisierten Belgiern und durften sich über Silber freuen.

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Für den emotionalen Höhepunkt zum Ende der Veranstaltung sorgte das deutsche Junioren-Nationalteam. Vor voller Tribüne lieferte sich das von Jörg Harms und Thomas Kroll betreute Team einen Krimi gegen die starken Franzosen. Im Entscheidungssatz nutzten die deutschen Jungs ihren Heimvorteil und holten den vielumjubelten Sieg. Mit der Goldmedaille belohnt wurden Steffen Zipfel (Kapitän), Raphael Hampel, Marvin Pohl, Constantin Rubel, Paul Sochiera, Marc Stoffel und Nico Wohlgemuth.

Uli Stoepel, der amtierende DTFB-Sportdirektor, wurde für zahlreiche Erfolge belohnt und als erster Deutscher in die Hall of Fame des Weltverbands aufgenommen.  

Neben den sportlichen Erfolgen bleibt vor allen Dingen die Erkenntnis, dass sich Tischfußball mehr und mehr zum Zuschauersport entwickelt. Die vollen Tribünen sowie die Vielzahl an emotionalen Begegnungen der Nationalteams bezeugen das. Der erstmals bei einem World Cup eingesetzte Race-Modus erwies sich dabei als Volltreffer.

Ein sehr herzliches Dankeschön geht an alle Helfer vor und hinter den Kulissen, die dazu beigetragen haben, dass der World Cup 2017 zu einem Höhepunkt in der Geschichte unseres Sports wurde. Ein ganz besonderer Dank geht an alle Partner und Sponsoren, die es trotz der fehlenden Unterstützung der öffentlichen Hand ermöglicht haben, eine solch herausragende Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Wie freuen uns schon jetzt auf den nächsten World Cup, der 2019 im spanischen Murcia ausgetragen wird.